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Klinikum Main-Spessart
22.07.2018 | Gemünden

Vielen, die in Gemünden und Umgebung wohnen, wird aufgefallen sein, dass die Innenstadt einem sogenannten "Urban Knitting" zum Opfer gefallen ist.

Bei Urban Knitting wird einfach alles eingestrickt, was einem über den Weg läuft: Baumstämme, Straßenlampen, Rathaus-Türklinken und vieles mehr. Das diesjährige Familienstück der Scherenburgfestspiele "Pippi in Taka-Tuka-Land" ist der Grund für diese Zierde.

Um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erregen und möglichst viele Dinge für den geplanten Flashmob einzustricken, wurden fleißige Helfer gesucht. „Da haben wir uns sofort angesprochen gefühlt,“ erzählt Iris Vogt, Wohnbereichsleitung im Kreisseniorenzentrum Gemünden, freudig. „Viele unserer Bewohner stricken gerne in ihrer Freizeit und so kam schnell eine Gruppe zusammen, die die Aktion nur all zu gerne tatkräftig unterstützt hat.“

„Wir waren ganz begeistert von der vielen Hilfe und wollten uns erkenntlich zeigen für das unermüdliche Stricken,“ erklärt Julia Kiefer, Geschäftsleiterin des Gemündener Festspielvereins. „Leider stellte sich aber heraus, dass unser gut gemeintes Dankeschön in Form von Freikarten gar nicht genutzt werden konnte, da viele Bewohner den Weg zur Scherenburg nicht mehr schaffen. Also dachten wir: wenn die Senioren nicht zu uns kommen können, kommen wir zu ihnen und geben eine Sondervorstellung mit Hits aus den 50er und 60er Jahren unserer diesjährigen Schlagerrevue Petticoat und Minirock.“

So erwarteten die Bewohner das Ensemble schon voller Vorfreude in einer vollbesetzten Cafeteria. Nach einer kurzen Begrüßung begann der Nachmittag mit Klassikern wie „Die Caprifischer“ und „Komm ein bisschen mit nach Italien“.

Zwischendurch sorgte das muntere Stück immer wieder für Lacher und spätestens bei Hildegard Knefs „Für mich soll´s rote Rosen regnen“ sangen und klatschten alle begeistert mit. So führte die ausgelassene Stimmung sogar zu der einen oder anderen spontanen Tanzeinlage unter den Bewohnern.

„Ihr seid das beste Publikum, das wir jemals hatten!“ schloss Julia Kiefer nach einer fulminanten Zugabe, da die Bewohner einfach nicht genug bekommen konnten von den Stücken, die sie an ihre Jugend erinnerten. „Jeder Titel wurde erkannt und jedes Stück konnte auswendig mitgesungen werden. Da macht es uns ganz besonders viel Spaß zu spielen.“

„Der Nachmittag war ein voller Erfolg,“ stimmt Iris Vogt begeistert zu. „ Es zeigt, dass unsere Senioren immer noch in der Gemeinde eingebunden sind und sich gebraucht fühlen. Die Ohrwürmer und Erinnerungen an den heutigen Nachmittag werden noch lange anhalten.“

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